Die Werner-Wicker-Klinik ist ein Akut-Krankenhaus mit den Schwerpunkten Versorgung, Rückenmarkverletzten und Wirbelsäulen-Chirurgie. Werner-Wicker-Klinik, Akut-Krankenhaus, Rückenmarkverletzten, Wirbelsäulen-Chirurgie, orthopädische, Schwerpunktklinikum, stationäre, ambulante, Versorgung, Querschnittslähmungen, Patienten, Wirbelsäulenerkrankungen, operative, Behandlung, Vertragskrankenhaus, Neurologische, Urologische, Abteilung, Anästhesie, Intensivmedizin, Bad Wildungen
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Verantwortung üben: „Schüler leiten eine Station“

Zum zweiten Mal wurde in der Werner-Wicker-Klinik eine Woche lang das Projekt „Schüler leiten eine Station“ durchgeführt.

21 Gesundheits- und Krankenpflegeschüler übernahmen für einen Zeitraum von 7 Tagen die umfassende pflegerische Versorgung der Patienten und die Organisation einer Station.

Das Projekt wurde im Rahmen der professionellen Prüfungsvorbereitung durchgeführt mit dem Ziel, den Schülern einen Einblick und Übungsmöglichkeiten für das eigenverantwortliche Arbeiten in der Praxis zu geben.

Initiiert wurde das Projekt von der Praxisanleiterin der Station Frau Diana Böttcher. Sie übernahm auch, in Zusammenarbeit mit den beiden Lehrerinnen des Bildungszentrums, Frau Elke Marcattili und Frau Edith Bornmann, dessen Leitung.

Der leitende Chefarzt der Abteilung, Herr PD Dr. med. Thomas Meiners, und der verantwortliche Pflegedirektor Herr Gottfried Fischer, stimmten der Durchführung des Projektes gerne zu und befürworteten dessen Verwirklichung.

Die Station B4 gehört zum Zentrum für Rückenmarkverletzte in der Werner-Wicker-Klinik. Es handelt sich dabei um eine 26 Betten Station, deren Patientinnen und Patienten durch eine erlittene Querschnittlähmung in ihrer Selbstpflege drastisch eingeschränkt sind. Dadurch benötigen sie, je nach Lähmungshöhe, in vielen bis allen Bereichen des täglichen Lebens Unterstützung.

In monatelanger Vorplanung wurden Dienstpläne geschrieben, das Einverständnis der Patienten eingeholt und die Schüler theoretisch sowie praktisch auf die verantwortungsvollen Tätigkeiten vorbereitet. Ihre Aufgaben umfassten geplante und prozessorientierte Pflege, Anleitung und Beratung der Patienten, Kooperation mit anderen Berufsgruppen sowie Organisation und Dokumentation.

Neben Frau Diana Böttcher wurden die Schüler in der Praxis durch die Gesundheits- und Krankenpfleger/in Frau Ulrike Gräbing, Herrn Daniel Rosenkranz und Frau Nathalie Rieck begleitet.

Während der Durchführung des Projektes stellte der Stationsleiter Herr Josef Maier sicher, dass die Kommunikation mit dem medizinischen Bereich reibungslos verlief.

Auch alle anderen examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen der Station standen den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.

Unter den Schülern und Pflegekräften sowie auch interdisziplinär fand eine sehr gute Zusammenarbeit statt.

Die am Ende des Projektes durchgeführte Reflexion mit den Schülern ergab, dass sie die selbständige, eigenverantwortliche Arbeit sehr lehrreich erlebten und viele positive Erkenntnisse für ihre zukünftige berufliche Praxis gewinnen konnten. Gut vorstellbar sei eine Verlängerung des Projektes auf einen Zeitraum von zwei Wochen, so die Schüler.

„Das Projekt hat uns super gefallen. Wir wurden in unserer Selbständigkeit gestärkt und es war eine sehr gute Vorbereitung für unser Examen. Alle nachfolgenden Kurse sollten so ein Projekt ebenfalls durchführen.“ So die Teilnehmerinnen Frau Nicole Steckert und Frau Margarita Molendor.

Auch die Patienten wurden nach ihrer Meinung gefragt. Die Auswertung der Patientenbefragung zum Ende des Projektes ergab, dass sie sich sehr gut und sicher versorgt fühlten. „Dieses Projekt sollten alle Ausbildungskurse durchführen“, so der Tenor der Patienten.

„Es gibt keine bessere Gelegenheit, eine Theorie-Praxisverknüpfung zu erzielen“, war das abschließende Resümee aller Beteiligten.

Diana Böttcher

© 1997-2012 Werner-Wicker-Klinik, Bad Wildungen | Aktualisiert am 25.01.2012 | Seite empfehlen