W-LAN (Drahtloses Internet) für Patientinnen & Patienten. Verfügbar im Erdgeschoss & im Treppenhaus und auf den Stationen C3, B4, und B3 Kosten: 6 Stunden für 5 Euro 20 Stunden für 15 Euro 30 Tage für 30 Euro (Flatrate ohne Zeitlimit). Anmeldung an der Rezeption. Qualitätsbericht 2006 Download des Qualitätsberichts 2006 (PDF-Dokument, Dateigröße 700 KB) Nach oben  Werner-Wicker-Klinik, Akut-Krankenhaus, Rückenmarkverletzten, Wirbelsäulen-Chirurgie, orthopädische, Schwerpunktklinikum, stationäre, ambulante, Versorgung, Querschnittslähmungen, Patienten, Wirbelsäulenerkrankungen, operative, Behandlung, Vertragskrankenhaus, Neurologische, Urologische, Abteilung, Anästhesie, Intensivmedizin, Bad Wildungen
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Wirbelsäulenchirurgie erhält europäischen Wissenschaftspreis

Bad Wildungen. Das renommierte deutsche Skoliosezentrum der Werner-Wicker-Klinik, Bad Wildungen ist schon lange eine bekannte Anlaufstelle für Hilfesuchende mit Wirbelsäulenleiden. Vor 30 Jahren wurde die Klinik offiziell eröffnet. Allein im letzten Jahr konnten über 1600 Wirbelsäuleneingriffe durchgeführt werden. In Ergänzung dieses Erfolges wurde dem von Chefarzt Dr. Oliver Meier geleiteten Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie der begehrte „Mario Boni Award“ von der europäischen Halswirbelsäulengesellschaft (Cervical Spine Research Society) anlässlich deren  Jahrestagung in Uppsala/Schweden verliehen. Die europäische Halswirbelsäulengesellschaft trifft sich jedes Jahr, um über Entwicklungen und neue Erkenntnisse auf diesem Spezialgebiet der Wirbelsäulenchirurgie zu tagen. Dr. Heiko Koller, welcher seit 2008 wieder das Team von Chefarzt Dr. Oliver Meier tatkräftig ergänzt, konnte sich gegen 300 wissenschaftliche Mitbewerbungen aus Europa, Asien und Nordamerika durchsetzen, und war mit seinem Wissenschaftsteam (Dr. Juliane Zenner)  mit sieben Beiträgen vertreten. Die Ergebnisse aus vier Jahren intensiver Forschung mit der Entwicklung einer neuartigen Operationsmethode (sog. ATPS-Technik), welche in Zukunft komplexe operative Eingriffe an der Halswirbelsäule für die Patienten erleichtern wird, wurde nun für den höchsten europäischen Preis in der Halswirbelsäulenchirurgie nominiert. Dr. Koller berichtet: „Im Rahmen des Kongresses konnten wir uns gegen 2 ebenfalls nominierte Wissenschaftsteams aus Asien im direkten Schlagabtausch durchsetzen“. Das Team aus Bad Wildungen konnte somit die Jury deutlich überzeugen und gewann. Die Verleihung fand im Schloß zu Uppsala durch Prof. C. Logroscino (Rom/Italien) in würdigem Rahmen statt. Einer der Mitstreiter, Professor Y. Yukawa aus Nagoya/Japan, war nur wenige Tage zuvor Gast von Dr. H. Koller am deutschen Skoliosezentrum und konnte das Team um Chefarzt Dr. Oliver Meier mit  neuen Erkenntnissen und Erfahrungen aus Japan bereichern. Dieser sah es sportlich und freute sich für die Bad Wildunger. Chefarzt  Dr. Oliver Meier selbst sagte, er sei stolz auf seinen „chirurgischen Nachwuchs“ und der Preis sei ein wichtiger Beweis dafür, dass auch außerhalb der universitären Einrichtungen in Deutschland an Institutionen wie dem deutschen Skoliosezentrum hervorragende wissenschaftliche Arbeit möglich sei und gefördert werden muss. Neben der aufwendigen klinischen Arbeit und der neu eingeführten speziellen „Halswirbelsäulen-Sprechstunde“ bereitet Dr. H. Koller mit seinem Team laufend neue Projekte vor, die noch in diesem Jahr in Wien, Warschau, Salt Lake City und San Antonio präsentiert werden.

 

Zur Verleihung des „Mario Boni Award“ gratulierte Herr Uwe Wacker im Namen der Geschäftsleitung dem Chefarzt Herrn Dr. Oliver Meier, dem Wissenschaftsteam von Herrn Dr. Koller sowie dem gesamten Ärzteteam des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In den vergangenen 30 Jahren seit bestehen der WWK  wurde die Vision des Klinikgründers Herrn Werner Wilhelm J. Wicker  im Schwerpunktzentrum spezialisierte Versorgungs-, Therapie- und Operationsverfahren für Patienten mit Wirbelsäulenleiden zu konzentrieren und die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Verfahren zu unterstützen. Den Patienten soll damit die Perspektive auf eine höhere Lebensqualität eröffnet werden. Das Team um Chefarzt Dr. Oliver Meier erhebt für sich den Anspruch, unter dem Dach des Deutschen Skoliosezentrums alle derzeit anerkannten operativen und konservativen Verfahren zur Behandlung von Wirbelsäulenleiden zu beherrschen sowie ständig zu verbessern.

Mäusenest besucht die WWK

   


Modellprojekt Expertenstandard Pflege chronischer Wunden

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte sich die Werner-Wicker-Klinik durch ihren Pflegedirektor Gottfried Fischer beim Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) als Modelleinrichtung für die Implementierung des Expertenstandards Pflege von Menschen mit chronischen Wunden beworben.

Das DNQP ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Vertretern der Pflege aus Pflegewissenschaft, -management, -lehre und -praxis. Ziel des DNQP ist die Förderung der Pflegequalität auf Basis von Praxis- und Expertenstandards.

Für das Modellprojekt wurde die Station B3 der Klinik ausgewählt, eine Station des Zentrums für Rückenmarkverletzte an der Werner-Wicker-Klinik. Das Zentrum wird von Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Meiners geleitet. Der Ärztliche Leiter, die Geschäftsführer des Unternehmens und die Klinikleitung hatten zuvor die Bewerbung ausdrücklich befürwortet und ihre Unterstützung zugesagt.

Auf der Station B3 werden in erster Linie querschnittgelähmte Patienten mit septischen Wunden behandelt. Die Patienten leiden überwiegend an Druckgeschwüren. Diese führen meist zu einer langen stationären Behandlungsdauer und häufig wiederkehrenden stationären Behandlungen.

Die Mitarbeiter der Station zeichnet eine hohe Kompetenz und Erfahrung in der Betreuung von querschnittgelähmten Patienten sowie in der Wundversorgung aus.

Nach der Zusage des DNQP, die Werner-Wicker-Klinik als Modelleinrichtung für die Implementierung des Expertenstandards aufzunehmen, waren die Mitarbeiter des Pflegedienstes und die verantwortliche Stationsleitung Andrea Schäfer schnell von der Durchführung des Projektes zu begeistern. Für die Projektleitung konnte die Stellv. Stationsleitung Therese Steckert gewonnen werden, die in dieser Funktion von Diana Schmitt unterstützt wurde.

Die inhaltliche Arbeit für das Projekt erfolgte in einer fünfköpfigen Lenkungsgruppe. Neben notwendigen Informationsveranstaltungen wurde zunächst die vom DNQP vorgelegte vorläufige Version des Expertenstandards in einen für die Werner-Wicker-Klinik angepassten Praxisstandard weiterentwickelt. Dabei wurde die Zielsetzung formuliert, dass „jeder Patient mit einer chronischen Wunde vom Typ Dekubitus, Ulcus cruris venosum/arteriosum/mixtum oder Diabetisches Fußsyndrom eine pflegerische Versorgung erhält, die seine Lebensqualität fördert, die Wundheilung unterstützt und Rezidivbildung von Wunden vermeidet“.

Auf den Kriterienebenen wurden in den Einzelschritten des Pflegeprozesses innerhalb des Praxisstandards Strukturen (Material/Personalqualifikation/Wissen), Prozesse (Handlung/Maßnahmen/Ablauf) und Ergebnisse (Resultat/Ziel) festgelegt.

Ebenfalls wurde für die betroffenen Patienten ein speziell zugeschnittener Pflegeanamnesebogen entwickelt. Mit diesem werden neben der Wundhistorie und den individuellen Auswirkungen durch die Wunde, Informationen zu Hilfsmitteln (z. B. Matratze, Rollstuhl, Sitzkissen etc.) Ernährung und subjektivem Erleben erhoben.

Parallel dazu war es notwendig eine Verfahrensanweisung zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden zu erstellen. Darin galt es die vielfältigen Aufgaben der unterschiedlichsten Berufsgruppen innerhalb des Behandlungsteams strukturiert zu formulieren. Nach Entwicklung und entsprechender Diskussion wurde die Verfahrensanweisung vom verantwortlichen Chefarzt verabschiedet.

Nach umfangreichen Schulungsmaßnahmen durch die Beauftragte für Innerbetriebliche Fortbildung Andrea Schäfer und den Pflegeexperten Klaus Pohlmann begann die Standardumsetzung und damit die Praxisphase am 31.03.2008. Diese wurde bei entsprechender Praxisbegleitung mit einer Auditierung im Juni des Jahres abgeschlossen.

Innerhalb des Audits wurden, neben der Überprüfung der durchgeführten Maßnahmen, die Patienten zur Beteiligung an der Wundversorgung und entsprechender Beratung befragt. Ca. 72% der Patienten nahmen eine Verbesserung der Wundsituation wahr. Ca. 60% beschrieben einen Rückgang der persönlichen Beeinträchtigungen.

Auch das Pflegepersonal wurde befragt. Hier stand die Koordination mit den anderen Berufsgruppen sowie Möglichkeiten für die Patientenberatung und persönliche Schulungsmöglichkeiten im Vordergrund.

Die Ergebnisse waren durchweg positiv und die genannten Kriterien innerhalb der Auditierung stehen hier nur exemplarisch. Insgesamt wurde ein positives Resümee mit hoher Zufriedenheit der Patienten und Pflegekräfte gezogen. Dabei wurden aber auch Optimierungspotenziale der Dokumentation und weiterer Fortbildungsbedarf aufgezeigt.

Das Projekt wurde mit einer Ergebnispräsentation am 26.08.2008 im Konferenzraum der Werner-Wicker-Klinik abgeschlossen. Dazu waren Vertreter aller beteiligten Berufsgruppen eingeladen. Neben der Präsentation der Ergebnisse durch Therese Steckert wurden die Leistungen aller beteiligten Mitarbeiter durch den Pflegedirektor, den Chefarzt und den Verwaltungsdirektor gewürdigt.

Nach Abschluss des Projektes wird der Praxisstandard auf der Station B3 weiter durchgeführt. Er soll für die gesamte Werner-Wicker-Klinik implementiert werden um damit die Pflegequalität in der Klinik weiter zu entwickeln und weiter zu optimieren.

Gottfried Fischer

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Die Nutzung ist kostenlos.

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