

Die Abteilung für Neuro-Urologie an der Werner-Wicker-Klinik (Leitung Chefärzte Dr. med. Domurath und Dr. med. Kutzenberger) bietet mit Hilfe modernster operativer und konservativer Verfahren die Möglichkeit einer differenzierten Abklärung und gezielten individuellen Behandlung neurogener und komplizierter Harnblasenfunktionsstörungen. Die Abteilung ist darauf ausgerichtet, frischverletzte und chronisch querschnittgelähmte Patienten fachübergreifend, in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen zu behandeln. Jährlich werden ca. 2.200 - 2.300 stationäre und ambulante Patienten mit unterschiedlichen neuro-urologischen Funktionsstörungen behandelt.
Das besondere Augenmerk richtet sich auf die Verhütung von chronifizierenden und fortschreitenden Lähmungsfolgen am Harntrakt, die Behandlung eingetretener Komplikationen sowie die Wiederherstellung verlorengegangener Funktionen. Dafür steht das ganze Spektrum moderner konservativer und operativer Therapieverfahren zur Verfügung (Biofeedback, medikamentöse Therapien, transurethrale Operationen, Harnblasenerweiterungs- und Ersatzoperationen, Implantation von Stimulatoren, künstlichen Harnblasenschließmuskeln und Penisprothesen).
Die komplexen Risiken urologischer Erkrankungen aufgrund von neurologischen Störungen werden erkannt und interdisziplinär und ganzheitlich behandelt. Die Neuro-Urologische Abteilung verfügt über 40 Betten für PatientInnen mit Lähmungen und gehört damit zu den größeren urologischen Abteilungen in Deutschland.
Basis der Diagnostik sind verschiedene
urodynamische Verfahren, die den Umfang der Funktionsschädigung der
oberen und unteren Harnwege klären helfen. Im Jahr 2001 sind zwei
moderne video-urodynamische Messplätze in Betrieb genommen worden,
mit deren Hilfe die Funktionsabläufe synchron messbar und sichtbar
gemacht werden können. Anfang 2002 wurde die Injektion von
Botulinum-Toxin bei Überaktivität des Harnblasenmuskels
eingeführt.
Im Mittelpunkt der Bemühungen steht das Erreichen oder der Erhalt einer weitestgehenden Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten und die größtmögliche willentliche Beherrschung der vegetativen Funktionsausfälle.
Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem:
Ambulanz:
Das Behandlungsspektrum umfasst mit Hilfe modernster operativer und konservativer Verfahren eine differenzierte Abklärung und gezielte Behandlung der neurogenen Blasenfunktionsstörungen.
Privatsprechstunde nach Vereinbarung
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| Aktualisiert am 08.07.2009 | Seite empfehlen